Weltkarte

Indien

Auf vier Rädern im „größten Museum der Welt“

Einreisedatum 22. Oktober 2005
Kilometerstand 507.088

Hauptstadt Neu-Delhi

Größe 3.287.469 km²

Einwohner 1.210.569.573

BIP 1.676 Mrd. US-Dollar

Amtssprache Hindi/Englisch

Indien ist nicht einfach nur ein Land – Indien ist Subkontinent und Vielvölkerstaat, Heimat von mehr als einer Milliarde Menschen und laut Gunther Holtorf außerdem "das größte Museum der Welt, im positiven Sinne". Weil es dort Unmengen historischer und kultureller Schätze zu entdecken gibt. Gunther und Christine Holtorf fuhren mit Otto im Herbst 2005 nach Indien und bereisten das Land elf Wochen lang. Rund 14.700 Kilometer legte das Gespann dabei zurück.
  • Zu anderen Nachbarn ist das Verhältnis entspannter, etwa zu Nepal im Nordosten
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  • Im Herbst 2005 reisten Gunther und Christine Holtorf mit Otto erstmals nach Indien. Fast 15.000 Kilometer legten die Reisenden auf dem Subkontinent zurück – trotz der laut Gunther Holtorf meist chaotischen Verkehrslage in dem dichtbevölkerten Land.
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  • Indien ist ein Vielvölkerstaat, in dem rund 1,2 Milliarden Menschen leben. Nur China hat noch mehr Einwohner. In ihren elf Wochen auf dem Subkontinent waren die Holtorfs dementsprechend selten allein.
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  • Wo immer das Trio auftauchte, zog es die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich
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  • Selbst banale Ereignisse, wie etwa eine Trinkpause, wurden von der einheimischen Bevölkerung stets mit großem Interesse verfolgt
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  • Vielleicht bot Otto den Menschen auch einfach eine willkommene Ablenkung. Indien zählt zu den ärmsten Ländern der Welt, der Großteil seiner Einwohner hat täglich weniger als zwei Dollar zum Leben zur Verfügung
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  • Bei der vor allem in den Städten herrschenden Enge war es nicht immer einfach, eine Lücke für Otto zu finden, sagt Gunther Holtorf. Letztlich hätte es jedoch immer geklappt.
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  • Nicht nur auf den Straßen, auch auf den Flüssen herrscht reges Treiben. Wie hier auf dem Ganges in Varanasi. Den Zugang zum Wasser bilden vielerorts "Ghats", Treppen am Ufer.
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  • Eine Bestattungszeremonie, ebenfalls am Ganges. Der Strom ist den Hindus heilig
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  • Die Flüsse im Land dienen nicht nur als Verkehrswege, sondern auch als Wäschereien, Badezimmer sowie als Toiletten. "Und das alles findet oft nur 200 Meter voneinander entfernt statt", sagt Gunther Holtorf.
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  • Etwa 800 Millionen Menschen leben in Indien von der Landwirtschaft – in der Regel arbeiten sie für den Eigenbedarf und bewegen sich am Existenzminimum. Auf moderne Produktionsmethoden müssen die meisten verzichten, wie auf dieser Teeplantage im Bundesstaat Sikkim. "Im Grunde genommen wie vor hundert Jahren", sagt Gunther Holtorf.
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  • Das gilt auch für Arbeiter abseits der Felder, etwa diese Frau, die in einem Steinbruch Schwerstarbeit verrichtete. Sie musste gleichzeitig schaufeln, am Hang balancieren und trug dazu ihr Kind auf dem Rücken.
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  • Diese Straßenarbeiter transportierten die benötigten Steine zu Fuß. Zusätzlich mussten sie auf den Verkehr achten, damit sie nicht überfahren wurden. Abgesichert war ihre Baustelle nicht.
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  • Was nicht für den Eigenbedarf benötigt wird, wird auf dem Markt verkauft. Das Angebot richtet sich danach, was gerade verfügbar ist.
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  • Diese Frauen am Strand von Goa transportierten ihre Einkäufe auf dem Kopf nach Hause
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  • Waren auf dem Kopf zu transportieren, wird häufig mit Afrika assoziiert, ist aber auch in Indien und anderen asiatischen Ländern üblich
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  • Auf dem Land werden Schulkinder häufig im Freien unterrichtet. Lediglich in der Regenzeit geht es in das schützende Schulgebäude.
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  • Nutztiere sind im Straßenbild Nordwest-Indiens allgegenwärtig. Mitunter musste Otto sich die Straße mit einer Herde Kamele teilen ...
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  • ... oder mit einem Elefanten
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  • Die Dickhäuter sind auf dem Subkontinent normale Fortbewegungs- und Transportmittel. "Danach hat sich kein Mensch umgedreht", sagt Gunther Holtorf, "da war Otto für viele ungewöhnlicher."
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  • Heilige Kühe hingegen haben im Hinduismus einen besonderen Status. Sie gelten als Lebenserhalter und sind für viele Inder unantastbar.
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  • Viele arme Halter lassen ihre Kühe in Indien frei herumlaufen, damit sie sich von Abfällen in den Straßen ernähren können. Hier am Grenzübergang nach Bhutan.
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  • Indien beheimatet neben den Haustieren eine Vielzahl von Wildtierarten, darunter mehr als 250 Schlangenarten. Ein Großteil davon ist giftig.
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  • Verkehr in Indien ist speziell. Der Transport von Gütern wird oft mit bunt bemalten Lkw bewerkstelligt, die laut Gunther Holtorf eine Mischung aus "untermotorisiert und überladen" sind ...
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  • ... und sich entsprechend langsam über die Straßen quälen
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  • Arbeiter schippten in Kalkutta Abfälle von der Straße auf zwei Lastwagen. Die waren jedoch bereits so voll, dass der Müll an den Seiten einfach wieder herunterfiel.
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  • Auf den gebührenpflichtigen Straßen des Landes herrscht eine klare Hierarchie: Das Militär und der Präsident haben immer Vorfahrt
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  • Im ganzen Land gibt es unzählige historische Kulturschätze zu besichtigen. Für Gunther Holtorf ist Indien "das größte Museum der Welt".
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  • Das riesige Land ist gespickt mit architektonischen Meisterwerken. Die heilige Stätte der Sikhs ist der goldene Tempel in Amritsar.
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  • Angehörige der Sikhs tragen in Indien Turban. An der Farbe, Wickeltechnik und Form lassen sich verschiedene Aussagen über den Träger ableiten, beispielsweise seine Kastenzugehörigkeit.
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  • Weltberühmt: Das Taj Mahal in Agra, im Norden Indiens. Das Mausoleum lockt mittlerweile bis zu vier Millionen Besucher jährlich an. "1970 war ich dort noch allein unterwegs", erinnert sich Gunther Holtorf.
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  • Diese Tempelfassade gibt einen kunsthandwerklichen Einblick in die vielfältige Götterwelt des Hinduismus, ...
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  • ... die von den Gläubigen zu ganz unterschiedlichen Anlässen angerufen und verehrt wird
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  • Schwierige Nachbarschaft: Weil kein Fahrzeug die Grenze zwischen Indien und Pakistan überqueren darf, tragen Packer die Güter zu Fuß zur Grenzlinie, wo sie sie an die andere Seite übergeben. Es gibt bei 3000 Kilometern gemeinsamer, stark gesicherter Grenze nur einen einzigen Übergang.
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Die Holtorfs besuchten Metropolen wie Neu-Delhi und Bangalore, tauchten aber vor allem tief ins ländliche Indien ein, das den meisten Reisenden verborgen bleibt. Auf ihrer Reise sahen sie ein Land der Gegensätze, in dem auf der einen Seite ein unbändiges Verkehrschaos herrscht und auf der anderen Seite zähe Bürokratie. Ein Land, das Ingenieure, Programmierer und Güter für die ganze Welt hervorbringt – in dem jedoch der Großteil seiner Einwohner, rund 800 Millionen Menschen, wie im 19. Jahrhundert auf dem Feld schuftet und damit kaum genug zum täglichen Leben erwirtschaftet. Vor allem die Armut der Landbevölkerung ist Gunther Holtorf im Gedächtnis geblieben. In Berichten über das Land tauche sie in der Regel kaum auf, sagt er, „aber es ist die Hauptmasse der indischen Bevölkerung“.
  • Video 1: Bevölkerung
  • Video 2: Verkehr
  • Video 3: Die Bürokratie
  • Video 4: Grenzen